From the magazine LOKI 12/2019 | S. 57 The following page is 57

Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB)

In Meiringen, wo die Züge der Zentralbahn im Tal der Aare unverhofft die Fahrtrichtung mit einer Spitzkehre ändern, beginnt die MIB.

Sie entstand 1926 als Werkbahn für den Bau der Kraftwerke Oberhasli (KWO) und war für Materialtransporte vorgesehen. Im Laufe der Zeit mussten die KWO immer wieder abwägen, ob der Betrieb in eine öffentliche Bahn umgewandelt werden sollte. Trotz Betriebskonzession blieb die Bahn weiterhin ein Betriebsteil der KWO.

Viel Platz wird der Vorstellung des vielfältigen Rollmaterials gewährt. Beim Bau und in den folgenden Betriebsjahren standen Dampfloks im Einsatz, so die beiden RhB-Mallets, ab 1931 folgten Akku-Triebwagen. Mit der Elek-trifizierung 1977 gab es ein Farbenspiel, wurden doch Triebwagen von verschiedensten Betrieben gekauft und meist im Originalanstrich belassen. Wer dies verpasst hat, kommt mit dem Buch voll auf seine Rechnung.

Das Einst und das Heute werden im Werk gezeigt und mit vielen Bildern hinterlegt. Und die Zukunft? Davon ist auch etwas zu erfahren. Vor allem eine Vision dürfte von Interesse sein. Einige Zeilen widmet der Autor noch der zum Konzern gehörenden Gelmerbahn.

Dem Autor ist es gelungen, für den kleinen Bahnbetrieb eine interessante und bilderreiche Dokumentation zu schaffen, die viel Freude bereitet. René Stamm

Die Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB) Florian Inäbnit 1. Auflage 2019, gebunden 160 Seiten, 17,0 × 23,0 cm Prellbock Druck und Verlag ISBN 978-3-907579-45-3CHF 45.–
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