From the magazine LOKI 2/2020 | S. 38 The following page is 38

Vorbild & Modell | Die Fc 2x3/4 12201 im Vorbild und ihre Modellnachbildung von Märklin

Die Köfferlilok – die SBB-Grossmutter

Die Köfferlilok ist eine Urmutter des elektrischen Bahnbetriebs der SBB. Als Einzelgängerin hat sie sogar bis heute als historische Lokomotive überlebt. 2019 kündigte Märklin die Prototyplok Fc 2x3/4 12201 überraschenderweise in Spur H0 an. Der LOKI-Autor René Stamm beleuchtet spannende Facetten des Vorbilds und zeigt uns die Modellumsetzung.

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war auch bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die Elektrifikation ein wichtiges Thema. Vor allem mit der Betriebsaufnahme der Lötschbergbahn im Jahre 1913 zeigte sich die Leistungsfähigkeit der neuen Traktionsart auch unter schweren Bedingungen. Der immer grösser werdende Mangel an Kohle für die Dampftraktion, hervorgerufen durch den Ersten Weltkrieg, beschleunigte den Entscheid der SBB, sich auch der Elektrifikation zuzuwenden. Nach der Ausarbeitung der entsprechenden Pflichtenhefte bestellte man im Juni 1917 vier unterschiedliche Lokomotivprototypen, um mit bereits vorhandenen Occasionen zwischen Bern und Thun einen Probebetrieb einzurichten. Die Fahrten begannen im Juli 1919, vorerst ohne unsere Fc 2x3/4 12201 (später Ce 6/8 I 14201), die als letzter Prototyp zwar am 7. Juli ausgeliefert wurde, aber erst im Dezember im Planeinsatz zu finden war, notabene eine Woche später als das erste Krokodil.

Geburtsschwierigkeiten

Beim…

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